Tatzelwurm über Worms

Das wahre Wahrzeichen von Worms

Gasfackel
Gasfackel eines Steamcrackers

Worms ist bekanntlich die Stadt, in der die Nibelungensage spielt. Deswegen ist hier – vom Kanaldeckel bis zum Volksfest – alles, aber auch restlos alles nach den Nibelungen benannt. Wenn mal eine Bäckerei nicht Nibelungen-Bäckerei heißt und etwas anderes als Siegfried-Brot verkauft, dann macht sie sich bereits des Heimatverrats verdächtig. Alberich-, Kriemhild-, Gernot-, Brünhild-, Gunther- und Hagen-von-Tronje-Brot gehen noch als Variationsmöglichkeiten durch.

Und weil Worms so durch und durch Nibelungen ist, hat Worms natürlich auch ein Nibelungen-Wahrzeichen. So ließ die Nibelungenstadt für 300 Millionen Euro bei der BASF in Ludwigshafen einen sogenannten Steamcracker installieren, dessen Gasfackel etwa einmal pro Jahr – der Zeitplan bleibt streng geheim – für eine oder mehrere Nächte den Himmel im Süden höchst dramatisch mit Drachenfeuer erleuchtet. Manchmal (zuletzt ab dem 22. September 2020) viele Nächte hintereinander, und in manchen Jahren kann man in Worms das Fauchen des Lindwurms sogar hören und den giftigen Drachenodem deutlich riechen.

BASF Drachenleuchten
BASF Drachenfeuer aus 15 km Entfernung von Worms aus gesehen

Disclaimer: Dieser Worms-Blog ist natürlich parteiisch und unterdrückt die abscheulichen Fake-News, nach denen Worms gar nicht gesichert Schauplatz der Nibelungensage wäre und mit „Werniza“, wie es in der Sage genannt wird, eine ganz andere Stadt gemeint sein könnte.


Bildquellen:
Gasfackel: Aisano / CC BY-SA
Worms um 1900 (Hintergrundbild): Unknown author / Public domain

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